Ende April meldete sich ein Facebook User mit dem Namen Siggi Sigsen per Direktnachricht über die SOCIAL MiDAS Facebook Fanpage. Dank meinem früheren Kollegen Falk Ebert vom Gefahrgut Blog, weiß ich, dass er sich auf dessen Blog ebenfalls vorgestellt hat, aber sein Vorhaben ist für mich persönlich und einige Leser wirklich interessant.

Quelle JuhuPause - Facebook Fanpage Titelbild 2012

Quelle JuhuPause – Facebook Fanpage Titelbild 2012

Es ging mal nicht um eine Bitte für einen fachlichen Ratschlag, sondern um die Vorstellung seiner Fanpage, auf der er ab dem Mai 2012 bis Ende April 2013 jeden Tag eine kreative Arbeit vorstellen möchte. Das hat er nun mehr als zwei Monate ziemlich exakt eingehalten. Siggi arbeitet frei als Diplom Kommunikations-Designer, er hat sich sein Sabbatical also quasi selbst auferlegt – pausieren tut er von dem Druck seiner sonstigen Auftragsarbeiten. Es kommt ihm darauf an, dass seine Arbeiten gesehen, kommentiert und kritisiert werden.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es verdammt schwer ist, jeden Tag kreativen Content für eine Fanpage zu liefern, schließlich schafft man es schon schwer, jeden Tag über kreative Leistungen anderer zu berichten. Deshalb habe ich die Fanpage erst einmal beobachtet, mehr aus Interesse an der Disziplin, die der Betreiber an den Tag legen würde.

Das Äußere der Fanpage ist die eine, und die innere Einstellung des Autoren die andere interessante Sache. Nach zwei Monaten habe ich Siggi dann befragt, wie es ihm persönlich ergangen ist.

Zu den Dingen, die er sich leichter vorgestellt hätte, zählt vor allem, dass er bei den Dimensionen seiner Projekte schnell an Grenzen stößt. Das gilt insbesondere, “wenn Projekte aufwändiger werden und ich Hilfe benötige von anderen, die nicht im juhuPause-Modus sind.”

Verständlich. Auch beim Budget müsse man sehr zurückhaltend sein, was andererseits aber auch eine schöne Herausforderung sei. Ein positiver Nebeneffekt: er muss sich mit seinen Arbeiten kein Geld verdienen und erhält dadurch manchmal auch kostenlose Unterstützung von anderen.

Seitens der Fanpage hat er schnell gelernt, dass man die Fans nicht mit zuviel Inhalt überfordern sollte. “Dann gibt’s gar kein Feedback mehr. Mehr als drei Posts am Tag funktioniert meist nicht.” Eine Erkenntnis, die viele Community Manager von Marken Fanpages übrigens teilen.

Unerwartetes Feedback habe er häufig “auf kurz gekritzelte Gedanken bekommen”, erzählt Siggi. Allgemein gehe es ihm nach 60 Tagen sehr gut, er fühlt sich geistig motiviert und sorgenfrei. “Ich hab auf jeden Fall die richtige Entscheidung getroffen”, das klingt selbstbewusst und ich wünsche ihm für die weitere Zeit alles Gute. Ich werde die JuhuPause Fanpage weiter verfolgen und hoffe für Siggi, dass er durch die neuen Erfahrungen auch nach seiner freien kreativen Phase berufliche Vorteile aus dieser Zeit ziehen kann.

Über Hendrik Harbeck

Hendrik hat über viele Jahre berufliche Erfahrungen im Social Media Bereich gesammelt. Aktuell ist er als Account Director & Head of Social Media bei indigo pearl in Hamburg tätig. Zuvor war er in leitenden Positionen bei den Agenturen fischerAppelt und Scholz & Friends.

One Response to Blogs & Sites – Sabbatical mit einem Jahr kreativer Schaffenszeit

  1. Christof sagt:

    Übrigens hab ich meinen Freund Sigurd zu seinem Projekt via Podcast befragt. :-) Ich bin mal so frei und verlink ganz frech drauf! *plug*

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