Denkt an ein Produkt, dass euch schon als Kind geschmeckt hat – sollte es auf Facebook einigermaßen vorzeigbar präsentiert werden, sind meiner Meinung nach sechsstellige Fanzahlen mittelfristig kein größeres Problem. Ob nun nutella, Kinder Riegel, Milka oder Leibniz, alle süßen, sauren, knackigen Kindheitserinnerungen, die heute noch schmecken und uns nie enttäuschen konnten. Okay, es gibt Ausnahmen, was die Fanzahlen angeht, aber Ahoj-Brause hat es sich wohl eher durch den seltsam ekligen Elton Spot im letzten Jahr verhagelt… und trotzdem fast 40.000 Fans.

Prinzen Rolle Facebook Fanpage Reiter

Quelle: Prinzen Rolle Facebook Fanpage Reiter

Die Prinzen Rolle ist auch bald im sechsstelligen Süßigkeiten-Club auf Facebook und hat noch etwas mehr getan, als nur “Hallo Facebook” zu schreiben. Seit dem ersten Quartal 2011 zieht man eine Keks-um-die-Welt-Aktion mit verhaltenen Erfolgen durch, hinzu kam Ende des letzten Jahres die Traumprinzen Crowdsourcing Aktion. Wie schon bei dem Rügenwalder Wurstwahnsinn, der Ritter Sport Blog Schokolade oder dem McDonald’s Mein Burger dürfen die Fans sich eigene Kombinationen an Zutaten auswählen, über die dann abgestimmt wird. So wandert später tatsächlich ein Fan Produkt in den Verkauf, wobei die Auflage sich immer mal deutlich unterscheidet.

Prinzen Rolle Status Meldung Produkttest

Quelle: Prinzen Rolle Facebook Fanpage Pinnwand mit Status Meldung zum Produkttest

Diese Aktionen scheinen eines wirklich drauf zu haben, sie ziehen die Fans langfristig an Land und befriedigen meiner Ansicht nach eine der höchsten Erwartungen, die man in sozialen Netzwerken an ein Unternehmen stellen kann, gleichwohl ist es vom Unternehmen auch das größte Zugeständnis gegenüber den Fans, das man geben kann, und welches dann einzuhalten ist, schließlich werden alle Abteilungen des Unternehmens wirklich einbezogen, denn es geht um die Produktion eines echten Produkts mit Verpackung und allem was dazu gehört.

Die Wirkung ist nach meinen Beobachtungen all dieser Cases vielversprechender als ein zeitlich begrenztes Couponing oder eine Gewinnaktion bei der man sich einmal eintragen muss. Thema Reichweite: Ohne entsprechende Buchungen von Ads, die das Projekt vorstellen, kann sich die Effektivität solch einer Aktion nicht komplett entfalten, man sollte sich nicht allein auf die Viralität verlassen. Im Fall der Ritter Sport Blog Schokolade wurde das auf Facebook lange Zeit vernachlässigt, obwohl man letztlich ein durchaus leckeres Produkt mit der Sorte “Cookies & Cream” entstehen ließ.

Über Hendrik Harbeck

Hendrik hat über viele Jahre berufliche Erfahrungen im Social Media Bereich gesammelt. Aktuell ist er als Account Director & Head of Social Media bei indigo pearl in Hamburg tätig. Zuvor war er in leitenden Positionen bei den Agenturen fischerAppelt und Scholz & Friends.

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